Herzlich willkommen auf meinem Reisetagebuch Tauranga und Gisborne in Neuseeland
Herzlich willkommen auf meinem Reisetagebuch Tauranga und Gisborne in Neuseeland

Tauranga und Gisborne in Neuseeland

Allgemeine Informationen zu Tauranga (kursiv dargestellt) stammen aus dem Reiseführer »Neuseeland« von Hans Klüche, erschienen 2009 im DuMont Reiseverlag, Ostfildern, S. 234. 

Tauranga in Neuseeland

Der Strand von Tauranga
Der Strand von Tauranga
Fernansicht auf den Strand von Tauranga
Fernansicht auf den Strand von Tauranga

Wem der Name Tauranga bekannt vorkommt, hat aufmerksam die Auslandsnachrichten verfolgt. Anfang Oktober 2011 lief nur 20 Kilometer von der Küste entfernt, das Containerschiff  »Rena« auf Grund, schlug Leck und verlor eine erhebliche Menge an Schweröl, das teilweise die Küste erreichte. Es drohte auseinanderzubrechen. Mit einem großen Aufgebot an Freiwilligen müssen Strandabschnitte, an denen Öl angespült wurde, und betroffene Tiere mühsam von Hand gereinigt werden. Zwar hielt sich der Schaden im Großen und Ganzen in Grenzen, aber das Unglück wird unter anderem als Aufhänger für Proteste gegen Tiefseebohrungen genommen.

Der ökologische Umgang mit Naturressourcen in Neuseeland

Wellen und Felsen vor Tauranga
Wellen und Felsen vor Tauranga

Insgesamt ist man in Neuseeland sehr um einen ökologischen Umgang mit den Naturressourcen bemüht.

Nicht ohne Grund, denn ein Großteil der charakteristischen Landschaften (vor allem die kargen bzw. grünen Hügel) hat seinen Ursprung im jahrhundertelangem Raubbau an den Wäldern. 

Die 110.000-Einwohner-Stadt Tauranga ist mit einem der geschäftigsten Exporthäfen des Landes das Oberzentrum der Region Bay of Plenty. Die meisten Kiwi-Früchte, die in Europa auf den Markt kommen, treten von hier ihre Reise an. Das verunglückte Container-Schiff ist vom Land aus nicht zu sehen.

Freundlich und zuvorkommend in Neuseeland

Ein ruhiger Strandabschnitt während der Fahrt von Tauranga nach Gisborne
Ein ruhiger Strandabschnitt während der Fahrt von Tauranga nach Gisborne

Zum Cobblestone Court Motel lässt sich sagen, dass die Wirtsleute sehr freundlich und zuvorkommend sind und mir die ersten Tage viel Gelegenheit bieten, mich ins Englischsprechen hineinzufinden.

Wäsche, die man draußen aufhängt, wird überaus schnell trocken, da das Zusammenspiel zwischen etwas Sonne und viel Wind einen idealen Wäschetrockner der Natur bietet.

Bei Pak ‘n Save kann man ganz entspannt seine Einkäufe erledigen und muss nicht lange anstehen, da dort mehr Kassen geöffnet sind als bei Aldi oder Penny Markt.

Gisborne in Neuseeland

Wainui Beach in Gisborne im Morgengrauen
Wainui Beach in Gisborne im Morgengrauen

In Gisborne, meiner zweiten Station, komme ich in den Genuss, den Traumstrand am Wainui Beach ganz für mich alleine zu haben. Hier genieße ich den Sonnenaufgang mit einer Tasse am Strand. Wegen Unterströmungen sollte man hier Vorsicht walten lassen.

Die kurvigen Straßen sind als Autofahrer sehr ermüdend; zwar sind sie gut ausgebaut, aber sehr eng und sehr, sehr kurvig. Auch wenn das Tempolimit 100 km/h beträgt, muss man wegen der vielen Kurven immer wieder runterschalten. Im ländlichen Bereich gibt es keine Autobahn, was das Ganze noch mehr entschleunigt.

Methodistische Gemeinde in Gisborne Neuseeland

In Gisborne treffe ich auf die erste methodistische Gemeinde. Der Methodismus in Neuseeland fand seinen Anfang 1823, als Rev. Samuel Leigh die erste »Wesley Mission« in Whangaroa (Nordosten, Nordinsel) gründete. Bereits um 1840 gab es ein weites Netz an Missionsstationen, verteilt über ganz Neuseeland.

Die »Mangapapa Union Parish« in Gisborne

Sie ist eine Glaubensgemeinschaft, in der sich Methodisten und Presbyterianer zusammengefunden haben. Eine in Neuseeland nicht ungewohnte Form. Den Menschen hier sei der Glaube an Jesus Christus wichtiger als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Denomination, erklärt mir Stewart Patrick, der Leiter der Gemeinde. Zudem wäre jede Glaubensrichtung für sich hier nicht überlebensfähig gewesen. Lobpreis und Anbetung nehmen einen großen Raum während des Gottesdienstes ein, und auch das laute Gebet in Zungen (ich dachte zuerst, es wäre die zweite Amtssprache Maori) ist fester Bestandteil des Gemeindelebens. Diese persönliche Spiritualität, die ihren Ausdruck in Lobpreis und Anbetung findet, und das persönliche Engagement sind etwas, was in der methodistischen Kirche in Neuseeland besonders betont wird. Ich werde sehr herzlich aufgenommen und von einer deutschen Mutter, die hierhin ausgewandert ist, zum Essen eingeladen.

Waldweg hinauf zum East Cape
Waldweg hinauf zum East  Cape
Blick vom East Cape landeinwärts
Blick vom East Cape landeinwärts
Blick vom East Cape hinauf aufs Meer
Blick vom East Cape hinauf aufs Meer

Das East Cape in Gisborne Neuseeland

Bei einem Tagesausflug an das »East Cape« zeigt mir Kathy, eine engagierte Methodistin in Gisborne, die Gegend, in der sie aufgewachsen ist und wo heute vorwiegend Maori unter recht einfachen Verhältnissen leben. Die 44-jährige Neuseeländerin berichtet mir von ihrem Engagement in ganz unterschiedlichen Projekten und erzählt, wie sie einen Arzt unterstützt, der sich vor allem um Kiefermissbildungen bei asiatischen Migranten kümmert, die sich eine entsprechende Krankenversicherung bzw. Operationskosten nicht leisten können. Es ist ein anstrengender, aber schöner und interessanter Ausflug.

Meine nächste Station ist dann Napier.

Alle Links auf einen Blick

Cobblestone Court Motel Tauranga